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Mitteilungen und Berichte von Amnesty Deutschland: |
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Briefe schreiben
Briefe schreiben

Rebiya Kadeer | © Stephan Anderegg
«Dank den Tausenden Briefen von Amnesty-Mitgliedern verbesserten sich meine Haftbedingungen: Ich durfte meine Kinder einmal pro Monat sehen und erhielt medizinische Hilfe. Die Briefe haben mir die innere Kraft gegeben, weiterzumachen.»
Annakurban Amanklitschew (Turkmenistan)
Turkmenischer Menschenrechtsaktivist im Gefängnis
Annakurban Amanklitschew, Sapardurdi Chadschijew und Ogulsapar Muradowa arbeiteten als Journalisten in Turkmenistan, einem Land, in dem Verletzungen bürgerlicher, politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte häufig vorkommen. Die drei arbeiteten überdies für die im Jahre 2003 gegründete nichtstaatliche Menschenrechtsorganisation „Turkmenistan Helsinki Foundation“ (THF), die Menschenrechtsverletzungen an turkmenischen Oppositionellen dokumentiert und veröffentlicht. Mitglieder dieser Organisation gehen in Turkmenistan ein großes Risiko ein. Sie werden vom turkmenischen Sicherheitsdienst ständig beobachtet und regelmäßig bedroht.
Im Frühjahr 2006 recherchierte Amanklitschew mit Kollegen aus Frankreich und Großbritannien für einen Bericht über die Menschenrechtslage in Turkmenistan. Im Juni 2006 wurde er verhaftet. Der Minister für Nationale Sicherheit erklärte dazu im staatlichen Fernsehen, Amanklitschew habe „auf Anweisung von Vaterlandsverrätern und Zentren der Destabilisierung im Ausland versucht, verleumderische Informationen über Turkmenistan zu sammeln und Unzufriedenheit unter den Menschen zu schüren“. Ferner habe er in der Ukraine gelernt, „wie man geheimdienstliche Informationen sammelt und Sabotage in Turkmenistan verübt, sowie Methoden, wie sie in der `Orangenen Revolution´ in der Ukraine angewandt wurden“. Tatsächlich hatte der Journalist in Polen und der Ukraine lediglich an Schulungskursen über Menschenrechtsthemen teilgenommen. Die staatlich kontrollierte Tageszeitung „Neutrales Turkmenistan“ weitete die Vorwürfe des Vaterlandsverrates auf Chadschijew und Muradowa aus, die kurz nach Amanklitschew ebenfalls festgenommen wurden.
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Shi Tao (China)
Chinesischer Dichter und Journalist wegen einer E - Mail zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt
Der Journalist und Dichter Shi Tao verbüßt zur Zeit eine 10-jährige Haftstrafe wegen einer E-Mail. In dieser E-Mail hatte er ein Dokument der Zentralen Propagandaabteilung der Kommunistischen Partei Chinas zusammengefasst, in dem beschrieben war, wie Journalisten mit dem 15. Jahrestag der Niederschlagung der Protestbewegung von 1989 umgehen sollten. Shi Tao wurde am 24. November 2004 in seiner Wohnung in Taiyuan (Provinz Shanxi) festgenommen und später der "illegalen Weitergabe von Staatsgeheimnisse an ausländische Einrichtungen" angeklagt. Im April 2005 verurteilte ihn das Mittlere Volksgericht von Changsha (Provinz Hunan). Die von ihm eingelegte Berufung wurde im Juni 2005 verworfen. Derzeit wird Shi Tao im Deshan Gefängnis in der Stadt Yuanjiang festgehalten.
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Malik Medjnoun (Algerien)
Ohne Gerichtsverfahren seit 10 Jahren im Gefängnis
Malik Medjnoun wurde am 28. September 1999 in der Nähe seiner Wohnung in Tizi Ouzou durch den Sicherheitsdienst DRS festgenommen. Seit 10 Jahren sitzt er inzwischen ohne Urteil im Gefängnis. Nach seiner Festnahme wurde MALIK MEDJNOUN zunächst in eine Kaserne im Zentrum von Tizi Ouzou gebracht, wo er misshandelt wurde. Danach brachte man ihn im Kofferraum eines Autos in die etwa 100km entfernte Kaserne "Antar" von Ben-Aknoun. Dort wurde MALIK MEDJNOUN zwei Tage lang grausam gefoltert und dann 7 Monate in geheimer Haft festgehalten. Seine Familie suchte ihn in dieser Zeit überall und wusste noch nicht einmal ob er noch lebt.
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Konstantina Kuneva (Griechenland)
Übergriff auf Arbeitsmigrantin und Gewerkschafterin
Konstantina Kuneva, bulgarische Immigrantin in Griechenland und Gewerkschaftsführerin, wurde schwer verletzt, als ihr ein Mann Schwefelsäure ins Gesicht schüttete, während sie auf dem Weg von der Arbeit nach Hause war. Der Angriff fand am 22. Dezember 2008 in der Athen statt. Er ist mit ihren gewerkschaftlichen Aktivitäten verbunden und ist die Folge zunehmender Spannungen in den Beziehungen zwischen Konstantina Kuneva und ihren Arbeitsgebern. Infolge des Angriffs hat sie die Sehfähigkeit eines Auges ganz und auf dem anderen eingeschränkt verloren, ferner sind ihre Stimmbänder und Luftröhre ernsthaft beschädigt. Sie blieb mehrere Tage im Koma und ist weiterhin im Krankenhaus, da sie mehrere Operationen benötigt.
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