Usbekistan-Koordinationsgruppe
Die Gruppe koordiniert die Arbeit der deutschen Amnesty-Sektion zu Usbekistan
Usbekistan-Koordinationsgruppe
Usbekistan wird von der Länder-Kogruppe Zentralasien (2337) betreut.
Usbekistan ist ein Binnenstaat in Zentralasien, der 1991 von der Sowjetunion unabhängig wurde und seitdem von Islom Karimow als Präsident regiert wird: Ein patriarchalisch-autoritäres Staatswesen, das keine politische Opposition duldet.
2005 hatte es, ausgelöst durch eine Gefängnisrevolte in Andischan, mehrtägige öffentliche Massenproteste gegeben, die von der Regierung brutal niedergeknüppelt worden waren. 400 bis 600 Demonstranten sollen durch Polizei und Militär erschossen worden sein.
Momentan arbeiten wir dort zu vier Einzelfällen von Regimekritikern, Menschen, die allein aufgrund ihrer politischen Opposition zum Regime langjährige Haftstrafen absitzen. Im Amnesty-Jargon werden solche Menschen Gewissensgefangene genannt, bekannter unter der englischen Bezeichnung Prisoners of Conscience, PoC. Amnesty International fordert ihre unverzügliche Haftentlassung:
1. Azam Farmonov
Ein Anwalt, der lokale Bauern vor den Schikanen der Behörden verteidigt hat. 2006 ist er deswegen zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden.
2. Salidzhon Abdurakhmanov
Er war einer der letzten verbliebenen unabhängigen Journalisten in seinem Land und ist aufgrund einer fabrizierten Anklage 2008 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.
3. Isroil Kholdorov
2007 als Oppositionspolitiker zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er die Sicherheit der öffentlichen Ordnung gefährde.
Der jüngste Erfolg für die Menschenrechtsbewegung datiert vom 12.04.2012: Alisher Karamatow, ein Kollege von Azam Farmonov, und wie er 2006 zu neun Jahren Haft verurteilt, ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Unsere Amnesty-Gruppe hatte sich für ihn eingesetzt.

Kontakt:
AI 2337
Länderkogruppe Zentralasien (Usbekistan)
Ulrich Rothe
E-Mail:
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Foto:
Ulrich Rothe mit Malik Boboev, einem Journalisten aus Usbekistan, der 2011 auf Einladung der Stiftung für politisch Verfolgte in Hamburg war.