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Film und Information zur Situation der laotischen Hmong |
Amerikas geheimer Krieg in Laos
Das Schicksal der Hmong in Laos. Eine Kooperation von Amnesty
International, der Gesellschaft für bedrohte Völker und der Zinnschmelze.
Zu dem Film gibt es eine Einführung mit Hintergrundinformationen zur
Situation der laotischen Hmong. Im Anschluss an den Film berichtet die
Amnestygruppe von Ihrer Arbeit an dem Fall und den aktuellen
Entwicklungen.
Referent: GfbV-Asienreferent Ulrich Delius, er wird nach dem Film zu
der Ethnie der Homongs etwas erzählen und Fragen beantworten.
Datum: Donnerstag, 18. März 10, 20.00 Uhr
Ort: Zinnschmelze Cafè, Maurienstraße 19, 22305 Hamburg
Film und Information im Theatersaal
Eintritt: frei, Spende erwünscht
Der Film wird außerdem am 17.2. um 20.15 Uhr auf arte gezeigt.
Vor über 30 Jahren erschütterten die Bilder des Vietnamkrieges die
Weltöffentlichkeit und machten ihn zum ersten Fernsehkrieg der
Geschichte. Dagegen steht der parallel im Nachbarland Laos geführte
Konflikt in keinem Geschichtsbuch und ist bis heute ein vergessenes und
ungeklärtes Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1965
und 1973 regneten 2,1 Millionen Tonnen amerikanischer Bomben auf "das
Land der Millionen Elefanten", mehr als auf Deutschland und Japan
während des Zweiten Weltkrieges. Bis heute ist ein Großteil des Landes
mit Blindgängern und dem Entlaubungsmittel Agent Orange verseucht.
Der Vietnamkrieg fand vor den Augen der Weltöffentlichkeit statt,
dagegen waren die bewaffneten Auseinandersetzungen im Nachbarland Laos
eine der größten Geheimoperationen in der Geschichte des amerikanischen
Geheimdienstes CIA. Bis heute ist ungeklärt, wie vielen Menschen er das
Leben gekostet hat, und bis heute dauern seine Nachwehen an. Denn 30
Jahre nach Ende des Vietnamkrieges liefern Überbleibsel der geheimen
CIA-Armee sich noch immer vereinzelte Gefechte mit den kommunistischen
laotischen Regierungstruppen.
Zwar war Laos 1954 und ein zweites Mal 1962 auf den Genfer Konferenzen
für neutral erklärt worden, doch lag das Land mit seinen langen Grenzen
zum kommunistischen China und Nordvietnam an einem wichtigen
geostrategischen Platz und wurde von den USA zum Puffer gegen den sich
ausbreitenden Kommunismus auserkoren. Als dann der Ho-Chi-Minh-Pfad -
die zentrale Versorgungsroute der Nordvietnamesen von Nord- nach
Südvietnam - durch Teile von Laos führte, lieferten sich die laotischen
Kommunisten der Pathet Lao und die Nordvietnamesen einen Guerillakrieg
mit den USA.
Hauptquartier der CIA und der von ihr rekrutierten geheimen Hmong Armee
war Long Cheng. Hier errichtete die CIA ab 1962 eine Luftbasis mit
40.000 Einwohnern. Von hier aus wurde der Krieg koordiniert und von
hier starteten und landeten täglich über 400 Flugzeuge. Für einige
Jahre war Long Cheng die zweitgrößte Stadt in Laos und der meist
beflogenste Flugplatz der Welt. Doch der Ort war auf keiner Landkarte
verzeichnet und nicht einmal der US-Kongress wusste von seiner Existenz.
Filmemacher Marc Eberle dokumentiert mit bisher unveröffentlichtem
Archivmaterial die Genese und unglaubliche Geschichte dieses Krieges,
der in vielen Merkmalen zum Vorläufer für die heutige amerikanische
Kriegsführung wurde. Ehemalige CIA-Offiziere, Piloten, Journalisten und
laotische Zeitzeugen erzählen von der grausamen Surrealität eines
Krieges und seiner skandalösen Verflechtungen.
Zur Gruppe1566
Die 1978 gegründete Amnestygruppe Bramfeld gehört zum Bezirk Hamburg
und hat im Lauf ihres Bestehens gewaltlosen politischen Gefangenen aus
Russland, Libyen, Peru und Myanmar zur Freiheit verholfen. Aktuell
beschäftigt sie die Volksgruppe der laotischen Hmong, die während des
Indochina Kriegs zwischen die Fronten geraten ist. Tausende flohen nach
Thailand und lebten dort in Camps oder versteckten sich über Jahrzehnte
im Dschungel. Die letzten dieser Gruppe, circa 4.500 Menschen, wurden
zum Jahreswechsel nach Laos abgeschoben – und scheinen dort wieder
interniert zu sein. Der Großteil dieser Gruppe ist unter 30 Jahre – sie
sind also erst nach dem Krieg geboren. Das Schicksal dieser Menschen
zeigt der Film.
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